Workshops (Teil II)

Workshop 6: Ebene Material & Technik

Intelligenz – Gebäude mit Grips

»Wieviel Technik brauchen Gebäude, um nachhaltig zu sein?«

Links: Haus 2226 in Lustenau, Foto: Eduard Hueber, archphoto © Baumschlager Eberle Architekten
Rechts: cube berlin, (c) CA ImmoAdam Mørk

Hintergrund

«High-Tech» versus «Low-Tech» – lässt sich die Zukunft des Bauens darauf zuspitzen? Ganz so einfach ist es nicht. Seit Menschen Häuser bauen, verwenden sie technische Hilfsmittel. Im Gegensatz zu den Bewohnern benötigt ein Gebäude an sich keine Technik. Somit bestimmen Nutzeransprüche den Anteil an Technik. Intelligente Technik kann dabei helfen, nutzerverursachte Rebound-Effekte beim Energieverbrauch abzufangen. Andererseits: Je weniger Technik eingebaut ist, desto kleiner sind die Unterhaltsaufwände. Daher stellen Experten in Architektur und Gebäudetechnik heute die Frage nach «High-Tech» oder «Low-Tech».

Eine präzise Definition und «Systemgrenze» für High-Tech bzw. Low-Tech gibt es nicht. Und vermutlich ist es auch gar nicht sinnvoll, zwischen diesen «Konstruktionsphilosophien» eine Trennlinie zu ziehen und sich für die eine oder die andere entscheiden zu müssen.

Denn erstens müssen sich Architekten und Fachplaner grundsätzlich doch immer mit der Frage auseinandersetzen, an welchen Stellen im oder am Gebäude der Technikeinsatz wirklich zu rechtfertigen ist. Die Frage ist also nicht: „Low- oder High-Tech?“, sondern „Wieviel Technik ist optimal?“.

Und zweitens schließen sich ein High-Tech- und ein Low-Tech-Ansatz an ein und demselben Gebäude gar nicht gegenseitig aus. Im Gegenteil: Für die frühen Phasen des Entwurfs von Low-Tech-Gebäuden mit minimalem Technikeinsatz ist High‐Tech wie beispielsweise eine dynamische Gebäudesimulation geradezu unverzichtbar.

Mit dem Projekt „Haus 2226 in Lustenau“ von 2226 AG, Schweiz und dem Bürogebäude „cube berlin“ werden zwei außergewöhnliche Gebäude in diesem Workshop vorgestellt, bei denen die Frage nach einem optimalen Technisierungsgrad sehr unterschiedlich beantwortet wurde.

 

Moderation

Dr. Brigitte Schultz
Chefredakteurin des Deutschen Architektenblatts (DAB)

 

Projektbeispiel: Haus 2226 in Lustenau

Yasemin Yalcin-Chauca
Geschäftsleitung / Management bei 2226 AG

 

Theorie-Impuls: cube berlin

Matthias Schmidt
Geschäftsführer CA Immo Deutschland GmbH / Head of Development Germany

 

Praxis-Impuls

Prof. Dr. Susan Draeger
Assoziierte Partnerin bei Werner Sobek Green Technologies ⅼ Professorin an der Fakultät „Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung“ der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) Cottbus/Deutschland

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