Workshops (Teil II)

Workshop 5: Ebene Gebäude & Struktur

Umbaukultur – Der Gebäudebestand als Ressource

»Wie kann Um- und Weiterbauen das neue „Normal“ werden?«

Links: Glashütte Baugruppe Alt-Stralau 2018 in Berlin © Büro Eyrich Hertweck Architekten, Fotograf: Peter Westphal
Rechts: Platte Marina Marina, Berlin

Hintergrund

Unsere gebaute Umwelt ist mehr als die Summe von Städten, Straßen und Gebäuden. Historisch gewachsener Bestand ist zugleich unsere wichtigste Ressource für die bauliche Weiterentwicklung. Dem Umbau des Vorhandenen wächst aus dieser Perspektive eine besondere Bedeutung zu. Denn Umbau ist Nachhaltigkeit per se, da die in der Bausubstanz gespeicherte Energie neuen Nutzungen zugeführt wird.

Die nachhaltige Weiterentwicklung unserer gebauten Umwelt ist angesichts endlicher materieller Ressourcen ein Gebot der Stunde. Doch nicht nur deshalb rückt der Wert bestehender Strukturen verstärkt in das gesellschaftliche Bewusstsein. Unser historisch gewachsener baulicher Bestand ist zugleich identitätsstiftend und Ausdruck bewährter sozial-räumlicher Strukturen.

Wenn es um die Schaffung neuer energie- und flächensparender Räume und effizienter Nutzungen geht, erweist sich der Baubestand als beste und nachhaltigste Ressource. So zeigt etwa die „Deutschlandstudie 2019 – Wohnraumpotentiale von Nichtwohngebäuden“ (Pestel-Institut und TU Darmstadt), dass die untersuchten Gebäudetypologien in ihrer Gesamtheit ein Potenzial von bis zu 2,7 Mio. zusätzlichen Wohnungen bieten.

Doch Baugesetze und Regularien, die historisch bedingt überwiegend auf den Neubau ausgelegt sind, erschweren die Umsetzung innovativer Umbau- und Weiternutzungskonzepte. Die Folge: Gebäudebestand wird abgerissen, Werte gehen verloren.

Was muss also getan werden, damit Um- und Weiterbauen das neue „Normal“ werden?

 

Moderation

Sven Schlebes
Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Goldene Zeiten Berlin

 

Theorie-Impuls

Reiner Nagel
Vorsitzender des Vorstands der Bundesstiftung Baukultur

 

Praxis-Impuls: Glashütte Baugruppe Alt-Stralau 2018 in Berlin

Anita Eyrich
Christian Hertweck
Gründer des Büros Eyrich Hertweck Architekten

 

Projektbeispiel: Platte Marina Marina, Berlin

Daniel Bormann
Gründer, Partner und Geschäftsführer der REALACE GmbH

 

Diskussion

Christina Patz
Architektin und Energieeffizienz-Expertin in München, Koordinatorin für Bauen im Bestand bei Architects for Future

Zurück

^