Workshops

Thema 4: Faktor Mensch - Restriktion oder Chance für die Energiewende?

Pecha Kucha Vortrag: (10:45-11:15)
Energieeffizienz durch Motivation, Markus Merzbach (KfW)
Workshop 1. Teil:
(11:15-12:15)
Impulsreferat: Gebäudeeigentümer bei klimafreundlichem Bauen und Sanieren unterstützen, Christian Stolte (dena)
Workshop 2. Teil: (13:15-14:15)
Impulsreferat: Gebäudenutzer für energiesparendes Verhalten motivieren, Werner Genter (KfW)
Moderation: Moderation: Maike Götting (KfW)

links © Michael Reisch, Architekten: Brandlhuber+ Emde, Burlon, rechts © Foto: Zooey Braun, Architekt: Werner Sobek

Wir verbringen den Großteil unseres Lebens in Gebäuden. Leben, wohnen und arbeiten darin. Jeder sollte diesen so elementaren Bestandteil seiner Zeit in energieeffizienten Gebäuden verbringen. Diese sind auf dem technischen Stand der Zeit und dazu modern, ressourcen- und klimaschonend. Trotz dieser vielfältigen Vorteile ist in Deutschland klimafreundliches und energetisches Bauen und Sanieren bislang zu wenig gefragt. Das muss sich ändern. Es zeigt sich außerdem, dass ein großer Teil des häuslichen Energieverbrauchs durch das Nutzerverhalten beeinflusst wird. So können etwa in baugleichen Gebäuden aufgrund abweichender Nutzerverhalten große Unter¬schiede im Energieverbrauch auftreten.

Wie können Eigentümer stärker dazu motiviert werden, klimaschonende Maßnahmen an ihren Gebäuden vorzunehmen? Und mit welchen Mitteln kann Einfluss auf das Nutzerverhalten genommen werden, um die hier vorhandenen Einsparpotenziale zu heben? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Workshop 4.


Pecha Kucha Vortrag (10:45 – 11:15 Uhr)
Energieeffizienz durch Motivation
Markus Merzbach (KfW)
Eigenheimbesitzer sanieren seltener, als dies nach den theoretischen Lebenszyklen von Heizungsanlagen und Bauteilen zu erwarten wäre. Und selbst dort, wo Sanierungen stattfinden, wird das Einsparpotenzial im Durchschnitt nur zu einem Drittel ausgeschöpft – zumindest was den Bereich der Wohngebäude angeht. Kurz gesagt, der deutsche Gebäudesektor steckt im Sanierungsstau. Es stellt sich die Frage, welche Motive und Ziele Gebäudeeigentümer bei einer energieeffizienten Sanierung antreiben bzw. welche Barrieren sie davon abhalten. Doch nicht nur als Sanierer, sondern auch als Nutzer nimmt man maßgeblichen Einfluss auf den Energieverbrauch eines Gebäudes. Information und Motivation aller Beteiligten können helfen, energiesparendes Nutzerverhalten zu fördern und Rebound-Effekte zu vermeiden.

Workshop Teil 1 (11:15 – 12:15 Uhr)
Impuls: Gebäudeeigentümer bei klimafreundlichem Bauen und Sanieren unterstützen.
Christian Stolte (dena)

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Gebäudeeigentümer positiv zum Thema Energieeffizienz eingestellt ist, unterbleibt bis heute eine große Zahl an energetisch sinnvollen und wirtschaftlich durchführbaren Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Nicht immer sind Fakten ausschlaggebend, sondern auch Emotionen. Neben Informationsdefiziten verhindern vor allem Risikoaversion und Unsicherheiten bei der Finanzierung, dass mehr klimaschonende bauliche Maßnahmen durchgeführt werden.

 

Workshop Teil 2 (13:45 – 15:00 Uhr)
Impuls: Gebäudenutzer für energiesparendes Verhalten motivieren.
Werner Genter (KfW)

Ein wesentliches und kaum gehobenes Energieeinsparpotenzial ergibt sich aus der Beeinflussung des Gebäudegebrauchs durch die darin lebenden oder arbeitenden Menschen. Der bewusste Umgang mit Energie in der eigenen Wohnung oder am Arbeitsplatz kann zu einer erheblichen Reduzierung des Strom- und Wärmeverbrauchs, zu einer Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Minderung der CO2-Emissionen führen. Und nur wenn die Menschen, die sich als Bewohner oder Nutzer in einem energieeffizienten Gebäude aufhalten, sich in dem Haus wohlfühlen und mit der Technik zurechtkommen, können die baulichen und anlagentechnischen Effizienzmaßnahmen ihre volle Wirkung entfalten.

Fazit des Workshops:

Sanierung muss attraktiv sein
Der Schlüssel ist das Handwerk
Wir müssen das Energieverbrauchs-Monitoring verbessern!

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